Mittwoch, 28. Mai 2014

Der Lauch des Bären.

Ihr Lieben!

Ein Vorteil eines eigenen Gartens ist auf jeden Fall die darin anbaubaren Leckereien. Davon gibt es in unserem zwar noch nicht so super viel, aber einige ausgewählte Schätzchen halten sich doch tapfer zwischen Gestrüpp und Unkraut. Einer davon ist unser Bärlauch. Kennt ihr das? Sicherlich! Schmeckt wie Knoblauch, nur nicht ganz so kräftig. Außerdem ist der Atem danach nicht ganz so übel. Ich liebe das Zeug ja sehr! Und mein Liebster kennt mich einfach zu gut - was ich nämlich mindestens genauso sehr liebe, sind Nudelgerichte. Kurzerhand hat er sich also hingesetzt und Bärlauchpesto gezaubert. Und da dies einfach unglaublich lecker ist, gibt es hier mal das Rezept dazu.


Zutaten (für ca. 750 ml):
  • 200g Bärlauch (ca. 300 - 350 Blätter)
  • 50g Pinienkerne
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 50g Kürbiskerne
  • 500ml Öl (zB. Rapskernöl)
  • 100g Parmesan oder Pecorino
  • Salz und Pfeffer 
Zubereitung:
  1. Egal, ob der Bärlauch vom Supermarkt des Vertrauens gefangen oder aus dem heimischen Garten fleißig gesammelt wurde: Das Wichtigste ist, dass er wirklich gut und gründlich gewaschen wird! Abgesehen von Schmutz und anderen unappetitlichen Dingen können wohl auch Bandwürmer daran sitzen. Nehmt euch bei diesem Arbeitsschritt also bitte viel Zeit! Im Anschluss muss der Bärlauch auch gut getrocknet werden - also entweder ihr macht es mit einer Salatschleuder, lasst sie über Nacht liegen oder ich wischt sie mit einem Küchenkrepp oder Handtuch trocken (das ist das gründlichste, aber zeitaufwendigste).
  2. Die Kerne müssen nun zerkleinert werden. Entweder per Hand, oder ihr habt en entsprechendes Gerät, dass das schafft.
  3. Den Käse nun ordentlich reiben. Je nach dem, ob ihr es lieber feiner oder gröber mögt, könnt ihr das hier frei nach Schnauze machen. Unter Umständen hat man dann eben im fertigen Pesto richtige kleine Stückchen drin. Ist sicher auch ganz spaßig beim Essen. 
  4. Den so schön sorgfältig geputzten Bärlauch müsst ihr nun leider brutal zerhackstücken - ich meine natürlich klein schneiden.
  5. Nun verheiraten wir (fast) alle Zutaten miteinander: Gebt die Kerne und den Bärlauch zusammen in eine Schüssel, gießt das Öl dazu und dann immer rein mit dem Pürrierstab und ordentlich alles durchmatschen! Die Konsistenz sollte der des fertigen Pestos schon ähneln.
  6. Als aller letzten Schritt gebt ihr den Käse hinzu und rührt den vorsichtig, aber gründlich unter.
  7. Nun müsst ihr nur noch das fertige Pesto in Gläser abfüllen. Um die leckere Paste lange haltbar zu machen, am besten als Abschluss noch oben etwas Öl draufgeben, das schließt die Sache recht gut vor Luft ab. Eine Lagerung sollte dennoch im Kühlschrank stattfinden.
Bon Appetit!


Wir haben das Pesto bereits mit Spaghettie und Penne gefuttert, aber es auch zu Gnocchi probiert und es wurde stets für lecker befunden. 
Wenn die Menge euch alleine überfordert, finde ich so ein kleines Gläschen - ähnlich wie Marmelade - auch immer als Gastgeschenk für Besuch (oder wenn man selbst jemanden besuchen geht) sehr schön. Wir haben auch 3 Gläser abgegeben und ich denke, das kam ganz gut an ;)


Kommentare:

  1. Hmmmm, Bärlauch. Wir hatten im Garten mal Bärlauch angepflanzt, aber immer den Erntezeitpunkt verpasst. Bärlauch schmeckt ja nimmer, sobald er geblüht hat...
    Mal davon abgesehen, dass unser Pflänzchen so winzig war, dass da eh kein Pesto bei rumgekommen wäre. XD
    Aber das Rezept werde ich mir mal merken...man weiß ja nie.

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    1. Das stimmt natürlich, den Erntezeitraum darf man da nicht verpassen, sonst wird's Brühe :/
      Dieses Jahr haben wir endlich mal wieder dran gedacht - das passiert auch nicht jedes Jahr *hihi

      Meine eltern müssen da irgendwann mal gefühlt 100 Pflanzen (wahrscheinlich waren es nur 5 oder so ^^; ) angepflanzt haben - auf jeden Fall gedeiht der bei uns an der Stelle wie Unkraut. Da haben wir echt mal Glück ^^

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